Der ‚Social Media‘ – Mitmachgarten

1000 Gärten – das Soja-Experiment beginnt

Wir beteiligen uns am Forschungsprojekt 1000 Gärten. Gesucht werden eine Sojasorte, die in unserem Klima gut wächst sowie Begleitpflanzen, die ihr Wachstum unterstützen.

Diese Woche ist es endlich halbwegs warm genug, um die Sojabohnen in den Boden zu entlassen. Schon vorher wurde das Erdreich mit der Grelinette tief aufgelockert; zehn Reihen wurden im vorgeschriebenen Abstand abgesteckt und mit den jeweiligen Reihennummern-Fähnchen beschriftet. Jetzt ist es tagsüber zuverlässig wärmer als 10 °C, das heißt, die Bohnen dürfen endlich eingesät werden.

Im Gegensatz zum gewohnten Durcheinander des Gemeinschaftsgartens, herrscht auf dem Projektstreifen bürokratische Ordnung mit Nummernfähnchen, Warnschildern und natürlich dem bunten 1000-Gärten-Plakat. Schließlich betreiben wir – gewissermaßen – ökologische Genforschung.

Schilder, Markierungen, so ordentlich sind wir selten. Zunächst werden das Beet und jede Reihe unübersehbar beschriftet.
Das Gartenteam ist manchmal zu fleißig. Bitte lasst die Blühreihen stehen!
Die Sojabohnen werden wenige Zentimeter tief in eine Furche gelegt und zugeharkt. Erst danach können links und rechts davon die Blumenreihen gesät werden.
Das Experiment beginnt! 10 Reihen Soja sind beschriftet, eingesät und angegossen.
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Vorfrühlingsimpressionen

Der Garten erwacht aus dem Winterschlaf. Ein paar Eindrücke aus dem ersten Quartal.

Die Bienen nutzen die erste Sonnenwärme.
Vor und ins Hügelbeet stecken wir je eine Reihe Zwiebeln.
Ein Beet wird vorbereitet.
In der Heißrotte wimmelt es von Leben. Schiebt man die Wolle beiseite, schreckt man immer einen Regenwurm auf.
Eine Biene trinkt Tautropfen von einer Schicht Schafwolle.
Unter der Schafwolle ist die Biomasse über den Winter deutlich zusammengesunken und weitgehend kompostiert.
Das mittlere unserer drei Beete im Winterschlaf
Zwischen den Erdbeerpflanzen drängelt sich frischer Feldsalat.
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Eine Heißrotte entsteht

Nachdem wir klassische Komstposthaufen und Wurmkisten ausprobiert haben, ist als Winterexperiment 2021 die Heißrotte dran. Im Prinzip ähnelt unsere Heißrotte einem Kompostbeet, im Inneren sorgt aber viel Pferdemist für Wärme und nach außen dämmt eine dicke Schicht Schafwolle. Durch die hohe Temperatur soll das Material in nur einem Jahr zu Humus verrotten.

Wir begannen mit einer Schicht Stroh und legten eine Schicht Holzhäcksel darauf. Dann wurde geschnippelt: Alles was sich an vertrocknendem Kraut auf den Beeten angesammelt hatte, wurde klein geschnitten und aufgehäuft. Dazwischen kamen mehrere Schichten Pferdemist und halbreifer Kompost aus dem klassischen Komposthaufen.

Zum Schluss deckten wir den Haufen mit Schafwolle ab. So bleibt er innen feucht und warm, während draußen der Winter vorbeizieht. Im Frühling werden wir mal schauen, was sich unter dem Wollberg entwickelt hat.

Holzhäcösel liegen auf Stroh, dahinter stehen Pflanzen neben einem Misthaufen
Stroh isoliert den Haufen nach unten. Holz verrottet am langsamsten, deshalb bildet es die unterste Schicht.
Auf die Holzhäcksel wird die erste Schicht Gartenabfälle aufgetragen
Auf die Holzhäcksel wird die erste Schicht Gartenabfälle aufgetragen
Leute schieben Schubkarren und schichten Material auf
Schicht um Schicht werden frischer und alter Grünschnitt sowie Mist gestapelt
einige Schichten Gartenmaterial, dahinter zwei Gärtnerinnen
Fast fertig – jetzt noch eine Priese Urgesteinsmehl!
Neun Leute stehen um ihren fertigen Heißrotte-Haufen herum
Unser Werk! Ab jetzt bekommt der Haufen ein paar Monate Ruhe.
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Der Wertebaum zieht weiter

Die Schulklasse 7H2 von der Albert-Einstein-Schule hat sich Gedanken darüber gemacht, was Menschen und ihre Gemeinschaft wirklich ausmacht. Sie haben gebaut und gemalt und ihre Werte als wetterfesten, quietschbunten Baum gestaltet. Das Kunstwerk war über den Sommer im Mitmachgarten ausgestellt. Jetzt ist es ein paar Meter weiter in den Park der Sinne umgezogen. Wir zeigen noch einmal die schönsten Werte.

ganzer Wertebaum
Der Wertebaum aus der Ferne
Unterer Teil des Baums aus der Nähe
Die Wurzeln unserer Gesellschaft
Bunte Schilder: Naturliebe, Umweltschutz
Was treibt uns in den Garten? Naturliebe, Umweltschutz, alles!
Herz mit Schloss
Verschlossenheit – schütze dich selbst, sei sparsam mit Information!
Buntes Schild: Albert-Einstein-Schule, Klasse 7H2.
Wer war es? Die Klasse 7H2.
Hintergrundinfo über das Projekt
Das Konzept
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Tomatentag

Es summt wieder im Garten! im Mai sind zwei neue Bienenvölker bei uns eingezogen. Ihre Erkundungsflüge durch die neue Umgebung füllen die Luft mit Leben. In den nächsten Tagen werden sie sich hoffentlich beruhigen und zum Tagesgeschäft übergehen.

Endlich ist es warm genug, um die Tomatenpflanzen ins Freie zu lassen. Dafür wurden Löcher in das „Bolzumer Beet“ – den strohbedeckten Pferdemisthügel – gegraben und mit Kompost gefüllt. Jede Pflanze bekommt etwas Urgesteinsmehl und eine Stange zum Anbinden. Das Stroh schützt nach unten den Boden vor Austrocknung und nach oben die Blätter vor Fäulnis.

Hier leben Honigbienen! Bitte lassen Sie die Kästen in Ruhe, Sie gefährden sonst das Leben von bis zu 50.000 Bienen.
Jungpflanzen im Fahrradkorb
Sunviva fährt Fahrrad: die daheim vorgezogenen Jungpflanzen wurden heute im Garten freigelassen.
Tomaten im Hügelbeet: die Pflanzlöcher werden mit Kompost und Urgesteinsmehl gefüllt, die eingeflanzten Tomaten dann angebunden und mit Stroh gemulcht.
Stroh schützt den Boden vor Austrocknung und die unteren Blätter vor Fäulnis.
Die meisten Pflanzen kuscheln sich in eine Mulchschicht aus Schafwolle, hier ein bald aufblühender Kürbis.
Die Kräuter in der Beetumrandung schützt ein Wollring vor wucherfreudigen Nachbarn.
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Open Source Seeds

Kulturpflanzen, über Jahrtausende gezüchtet, haben mit ihren Wildformen kaum noch etwas gemein. Als uraltes Kulturgut sollten sie wie eine „genetische Allmende“ jedem zur freien Verfügung stehen. Um eine frei lizenzierte Sortenvielfalt zu schaffen und für die Zukunft zu sichern, gibt es Open Source Seeds.

Die Open Source Gardens aus Berlin haben uns im Rahmen ihrer Frühlingskampagne #ConnectingGardens eine Auswahl freier Samen geschenkt. Vielen Dank dafür! Im Frühjahr sind unsere Fensterbretter schon ziemlich voll mit Anzuchttöpfen, doch für Freiheit ist immer ein Platz frei. Heute haben sich ein paar Mitmachgärtner:innen im Garten getroffen, um die Samentütchen aufzuteilen.

Bei der Gelegenheit konnten wir gleich die Wege auf den Langbeeten freiräumen und neu mit (anderswo geretteten) Holzhäckseln streuen. Die Gitterbox mit den (vom Biomarkt geretteten) Gemüseresten ist auch schon halb voll, so dass das Experiment Heißrotte langsam konkret wird.

Unser Starter-Kit an Kulturgut von der genetischen Allmende
Julis misst die Wege ab, damit sie wieder gerade werden. Anschließend werden sie mit Holzhäcksel aufgefüllt.
Im Mitmachgarten Bolzum lernten wir das hier kennen: in einen Hügel aus Pferdemist und Stroh, der vor Ort verrottet, werden im Mai die vorgezogenen Tomaten frei gepflanzt. Wir nennen es ein „Bolzumer Beet“.
Ein paar „Sunviva“-Tomatenpflänzchen preschen vor, morgen wir die Chili „Black Heart“ ausgesät.
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