Open Source Seeds

Kulturpflanzen, über Jahrtausende gezüchtet, haben mit ihren Wildformen kaum noch etwas gemein. Als uraltes Kulturgut sollten sie wie eine “genetische Allmende” jedem zur freien Verfügung stehen. Um eine frei lizenzierte Sortenvielfalt zu schaffen und für die Zukunft zu sichern, gibt es Open Source Seeds.

Die Open Source Gardens aus Berlin haben uns im Rahmen ihrer Frühlingskampagne #ConnectingGardens eine Auswahl freier Samen geschenkt. Vielen Dank dafür! Im Frühjahr sind unsere Fensterbretter schon ziemlich voll mit Anzuchttöpfen, doch für Freiheit ist immer ein Platz frei. Heute haben sich ein paar Mitmachgärtner:innen im Garten getroffen, um die Samentütchen aufzuteilen.

Bei der Gelegenheit konnten wir gleich die Wege auf den Langbeeten freiräumen und neu mit (anderswo geretteten) Holzhäckseln streuen. Die Gitterbox mit den (vom Biomarkt geretteten) Gemüseresten ist auch schon halb voll, so dass das Experiment Heißrotte langsam konkret wird.

Unser Starter-Kit an Kulturgut von der genetischen Allmende
Julis misst die Wege ab, damit sie wieder gerade werden. Anschließend werden sie mit Holzhäcksel aufgefüllt.
Im Mitmachgarten Bolzum lernten wir das hier kennen: in einen Hügel aus Pferdemist und Stroh, der vor Ort verrottet, werden im Mai die vorgezogenen Tomaten frei gepflanzt. Wir nennen es ein “Bolzumer Beet”.
Ein paar “Sunviva”-Tomatenpflänzchen preschen vor, morgen wir die Chili “Black Heart” ausgesät.

Frühbeete vorbereiten

Mit dem Februar ging der Bodenfrost vorüber. Nix wie raus, die Frühbeete auffüllen! Unter die vorhandene Erde musste frischer Pferdemist. Wie kommt der nach unten? Mit Abstand und Masken schaufelten wir die Erde raus, füllten eine Schicht Mist in die Kästen, dann dieselbe Erde gemischt mit reifem Kompost wieder hinein. Auch das Hügelbeet konnten wir mit etwas Kompost auffrischen.

In einem Frühbeet legten wir dabei den Knollensellerie frei, den wir im Herbst dort eingelagert hatten. In der trockenen Erde blieb er schön frisch und war selbst Ende Februar März noch wie neu. Auf den Langbeeten stand der Feldsalat schon viel zu dicht, hier hieß es: Pikieren durch Ernten!

Was den Kompost angeht werden wir uns, nach dem Terra-Preta-Workshop im letzten Jahr, mit Heißrotte befassen. Dafür sammeln wir abends die Gemüsereste von einem Bioladen in der Nähe ein und lagern sie in einer offenen Gitterbox. So bleibt das Material frisch, bis der Rotteprozess kontrolliert beginnt.

Unser Blog ist umgezogen

Eine neue Zeit bricht an und diesmal ist es nicht die Grünkohlzeit. Seit letztem Jahr sind wir Teil der Schreberjugend Niedersachsen. Ab heute erscheint auch das Blog nur noch hier.

Das heißt auch, ab heute sind wir werbefrei! Außerdem findet ihr in direkter Nähe von uns alle weiteren Infos rund um die Schreberjugend.

Was WOLLEn wir mehr?

Ein Hobby-Schäfer aus Schwarmstedt hat uns Schurwolle geschenkt. Sie ist optimal, um Wasser im Sommer auf den Beeten zu speichern. Die Wolle bedeckt den Boden, temperiert ihn und hält ihn feucht. Über den Winter lagern wir die Wolle wasserfest unter Folie.

Julia lädt die Wolle aus dem Transporter.
Die Wollesäcke lassen sich leichter rollen, als mit der Schubkarre schieben.
Säcke zu, Wollelager fertig!
Das Wollelager liegt unter wasserfester Folie.

Winter im Garten

Der Teich friert zu, der Grünkohl steht und der Rosenkohl wird gerade reif. Unsere Kompostwürmer überwintern unter einer dicken Laubschicht, während wir Pläne fürs nächste Jahr schmieden.

Langsam wird auch der Rosenkohl erntereif
Der Rosenkohl mag es kalt
Der Grünkohl versteckt sich unterm Kulturschutznetz
Die Regenwürmer kuscheln sich unter eine Laubdecke
Dünnes Eis auf dem Teich

Erdbeeren einwintern

Heute haben wir die Erdbeerpflanzen winterfest gemacht. Sie sind ziemlich gewuchert, also wurden sie auf die Breite ihrer Reihen zurück geschnitten und von rostigen Blättern befreit.

Zwischen den Pflanzen stecken Zwiebeln, denn die schützen vor Schädlingen. Um Wühlmäuse abzuschrecken, haben wir auch einige Knoblauchzehen vergraben.

Als Gründüngung keimt bereits Senf zwischen den Reihen. Er soll vor dem Winter noch schnell den Boden aufbessern.

Zwischen die zurück geschnittenen Erdbeeren werden Zwiebeln gesteckt.
Zwischen die Erdbeerreihen haben wir Senf als Gründüngung gesät.
Vom Fußballplatz scheint Flutlicht herüber. So sieht der Garten nachts besonders spannend aus.
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