Der ‚Social Media‘ – Mitmachgarten

Die Streuobstwiese ist fertig

Wir sind jetzt ein Obstgarten. Auf allen Beeten stehen seit diesem Jahr Obstbäume und Beerensträucher. Sie werfen Schatten, so dass der Boden weniger austrocknet. Vor allem sollen sie wachsen, sich breit machen und eines Tages die ersten Früchte tragen.

Der neue Zwetschgenbaum, dahinter der neue Apfelbaum.

Es begann mit zwei Ideen. Wir wollten den Garten pflegeleichter und klimaresilient gestalten. Der NABU Laatzen suchte Flächen, um sie für Vögel, Fledermäuse und Insekten aufzuwerten. Was lag da näher, als gemeinsam eine artenreiche Streuobstwiese anzulegen – gleich hier in Laatzen-Mitte? Also stellten wir einen Förderantrag bei der Bingo Umweltstiftung, der zu unserer großen Freude genehmigt wurde.

Mit 8 Bäumen und 8 Sträuchern wandelten wir dem Mitmachgarten in Teilen in eine Obstwiese um. Die Gehölze wurden nicht nach Ertrag ausgewählt, sondern nach ihrem Nutzen für Flora und Fauna. Um das Konzept zu erklären, befestigten wie kleine Infotafeln vor den Bäumen, die jedes Gehölz und seinen Nutzen für die Tierwelt erklären. Erklärt haben wir diesen Sommer überhaupt sehr viel, und zwar jedem Zufallsgast das ganze Konzept.

Infotafeln werden vor jedem Baum platziert.

Das Projekt sollte komplett autofrei durchgeführt werden, also mussten die Pflanzen aus Gartencentern in der Nähe kommen. Im April pflanzten wir den ersten Fahrradanhänger voll Jungpflanzen. Süßkirsche und Zwetschge zogen ins noch leere Tomatenbeet ein, im Mai folgten dazwischen die Tomaten. Neben den Birnbaum setzten wir zwei Sanddornsträucher – da Sanddorn zweihäusig ist, jeweils eine weibliche und eine männliche Pflanze.

Gegenüber vom Birnbaum folgte kurz darauf der Apfelbaum. Dabei erklärten wir das Projekt einigen Familien die zufällig im Garten spazieren gingen. Ein Paar aus Hannover schenkte uns daraufhin einen Ginkobaum aus dem eigenen Garten, der zwar nicht ins Konzept der heimischen Gehölze passt, jedoch seinen Platz als Schattenspender am Kräuterbeet fand.

Eberesche und Holunder waren für eine Beetreihe vorgesehen, die komplett mit Disteln verkrautet war. In einer mehrstündigen Aktion gruben wir die Disteln aus und räumten die Erde komplett frei, bevor wir die Gehölze pflanzten. Da der Boden nun schnell austrocknete, war regelmäßiges Gießen angesagt.

Vorher und nachher: ein Distelgestrüpp musste Platz machen für Eberesche und Holunder.

Den ehemaligen Trockenrasen vor dem Teich hackten wir kräftig durch, bevor wir neue „Hannovermischung“ als Bienenweide säten. Im neuen Jahr dürfen Obstgehölze und Blumenwiese um die Wette blühen!

Wie geht es nun weiter? Natürlich wird weiterhin Gemüse zwischen den Bäumen wachsen, sogar besser als zuvor. Denn die Wurzeln der Obstgehölze stabilisieren den Boden, so dass ein Starkregen ihn nicht so leicht wegspülen kann. Im heißen Sommer werfen die Baumkronen etwas Schatten, so dass der Boden weniger austrocknet.

Wenn wir mal nicht dazu kommen, alle Beetreihen zu bearbeiten, wird eben nur ab und zu gemäht oder entkrautet. Dann darf die Streuobstwiese ganz Wiese sein, mit allen Wildblumen.

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Mitmachaktion am 15. März ab 11 Uhr

Unsere kleine Gartengruppe benötigt dringend tatkräftige Unterstützung. Wir sind Neugierig auf Austausch, Begegnung und gemeinsame Arbeit.

Wer hat Lust, mit uns am nächsten Samstag, 15.03. ab 11:00 (open end) weitere Vorbereitungen für das Frühjahr zu treffen?

Kompost verteilen, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch in die Erde bringen, unsere Terrasse mit neuen Brettern ausbessern, Boden mit dem Grelinettespaten lüften.

Wir halten weiter an dem wunderbaren Konzept fest, dass der Garten frei zugänglich ist, kein Geld kostet und als öffentliche Fläche ein Experiment ist, ob aus der Begegnungsstätte etwas Wunderbares wachsen kann.

Wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn der Garten auch in diesem Jahr in einer bunten Farb- und Gemüsevielfalt zum Ort des Verweilens wird.

Damit das klappt, brauchen wir euch! Bitte kommt einfach dazu oder meldet euch mit Rückfragen bei kontakt@mitmachgarten-laatzen.de

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Helfende Hände dringend gesucht

Der Sommer verwöhnt den Garten mit Sonne und Regen, so dass wir kaum gießen müssen. Zwischen den Gemüsereihen blüht Bienenweide und langsam reifen die ersten Tomaten.

Trotz allem ist es etwas einsam im Garten. Wir wären gern mehr. Wir hätten gern – DICH!

Hast du Lust, mit Spaß und ohne Vorkenntnisse im Permakulturgarten mitzugärtnern? Dann schreib eine Mail an alle@mitmachgarten-laatzen.de, dann verabreden wir uns im Garten und zeigen dir alles.

Eine Hummel und zwei Käfer erkunden eine Artischockenblüte.
Die Tomatenzeit rückt näher.
Colastrauch, Johanniskraut und Minze bilden ein blühendes Dickicht.
Eine Johannisbeere leuchtet in der Sonne.
Ein Wald aus Tomaten und Kohl.
Blumen mogeln sich zwischen die Minzenstengel.
Eine Rose klettert am Eingangsschild hoch.
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Folgt uns auf Mastodon!

Frische Fotos aus dem Garten kennt ihr von Instagram. Seit Kurzem sind wir zusätzlich im freien Internet zu finden. Auf dem nicht-kommerziellen Microblognetz Mastodon findet ihr uns unter https://norden.social/@mitnachgarten.

Im Kräuterbeet duftet endlich wieder alles. Aus alten Zweigen der Eberraute wachsen neue Triebe, die im Vorbeigehen eine Wolke von Cola-Aroma freisetzen. Zwei Schritte daneben wagen sich die Minzen aus der Erde.

Über Ostern schaffen wir es hoffentlich, die Kartoffeln in die Erde zu bringen.

Minze wächst neu aus dem Boden, noch ohne Stängel.
Aus alten Zweigen der Eberraute wachsne neue Triebe.
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Saisonstart 2024

Ein sonniger Februartag ist genau richtig, um die trockenen Halme vom Vorjahr von den Beeten zu räumen.

Ein Regenbogen am Himmel über dem Garten
Die Gartensaison begrüßte uns mit einem Graupelschauer und einem Regenbogen
Ungepflegte Beete mit Gestrüpp und Gras
Gras wächst in die Beete. Es ist höchste Zeit, mit dem Aufräumen zu beginnen.
Ein winziger Mirabellenbaum
Der im Herbst gepflanzte Mirabellenbaum ist angewachsen und trägt frische Knospen.
Aus dem Zweig eines Himbeerstrauchs entspringt ein grüner Blatttrieb
Die Himbeersträucher können den Frühling kaum erwarten.
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Alles neu macht der Mai

Von Himmelfahrt bis Pfingsten sind so gut wie alle vorgezogenen Pflanzen in den Garten umgezogen. Artischocken, Paprika, Tomaten, Kürbisse, Gurken … gar nicht leicht zu finden. Dieses Jahr spielen wir nämlich den geheimen Zaubergarten. Wilde Blumen bleiben teils stehen, einige Reihen dürfen eventuell ganz ausruhen. Brennnessel und Beinwell säumen die Beetränder und werden, wenn sie uns über den Kopf wachsen, zu Dünger verarbeitet. Auf den ersten Blick sieht man ein buntes Chaos, auf den zweiten wachsen aber alle Nutzpflanzen wie in den letzten Jahren.

Das auffällig ordentliche Beet ist eine Forschungsfläche für das Projekt INCREASE. Wir helfen dabei, alte, regionale Bohnensorten genau zu beschreiben. Sie stammen von Bauernhöfen aus Peru, Italien, Spanien, Österreich und Deutschland und haben nicht einmal Namen. Die Informationen, die wir über diese uralten Sorten erfassen, werden in eine wissenschaftliche Datenbank genetischer Ressourcen eingehen.

Ein paar Tomaten- und Chilipflanzen tragen ein Fähnchen „Open Source Sorte“. Bei Open Source Seeds handelt es sich um eine Initiative gegen die Privatisierung von Pflanzensorten. Kurz gesagt sind es ganz normale Neuzüchtungen aus Deutschland und der Schweiz, die europäisches Klima gewohnt sind. Sie dürfen frei vermehrt und weitergegeben werden. Jede daraus durch Kreuzung und Selektion neu gezüchtete Sorte darf ebenfalls für immer frei vermehrt und weitergegeben werden. Denn es ist vertragsrechtlich ausgeschlossen, eine Weiterentwickling von OS-Pflanzen per Sorten- oder Patentrecht zu schützen. So sollen Nutzpflanzen wieder zu Kulturgut werden.

Nicht zuletzt hat der Mitmachgarten auch wieder Bienen. Ein Imker aus Hannover hat zwei Völker hier angesiedelt. Hin und wieder lädt er zu Imkereikursen ein. Wir sind so dankbar, dass wir noch mehr Wildblumen auf den verwunschenen Wunderbeeten stehen lassen.

Ein Tomatenbeet mit Schubkarre und Gießkanne
Die Nachtschatten sind aus den schattigen Wohnungen in die Sonne umgezogen.
Sunviva-Tomatenpflanze
Sunviva ist die bekannteste Open-Source-Sorte.
In alte Sorten aus aller Welt steckt viel landwirtschaftliches Potenzial, wenn sie erst komplett beschrieben sind.
Ein Marienkäfer setzte sich auf die Inkagurke, bevor sie überhaupt eingepflanzt war.
Fische und ein Frosch im Teich.
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